Was ist KUGA?

Grundannahmen des Praxisseminars


Das Praxisseminar KUGA geht davon aus, dass Gewalttätigkeiten von Patienten / Klienten Notfälle darstellen und effektive sowie schonende Möglichkeiten der Intervention und Reaktion existieren. Der Bereich zwischen Nichtreaktion und Überreaktion ist größer als allgemein vermutet und kann durch das Personal sinnvoll gestaltet werden. Jegliche Maßnahmen, die ein potentiell hohes Verletzungsrisiko für alle Beteiligten aufweisen, dürfen im Rahmen des kontrollierten Umgangs nicht gelehrt werden. Sollte physische Gewalt in Notfallsituationen notwendig sein, muss sie auf ein Mindestmaß beschränkt bleiben.


Die Techniken des Praxisseminars KUGA sind universell, von jedermann/-frau an jedermann/-frau anwendbar und aufgrund der nachvollziehbaren, anatomisch logischen Bewegungsabläufe unabhängig von körperlicher Kraft.
Der originäre Auftrag der jeweiligen Institution und Ihres Personals liegt in der Früherkennung und Verhinderung von Gewaltsituationen und nicht in der Beherrschung gewalttätiger Patienten/Klienten. Die Tatsache, dass es keine Patentrezepte zur Handhabung gewalttätiger Ereignisse gibt, wird akzeptiert.